Wochenend und Sonnenschein


… und wir blieben daheim.

Naja, nicht so ganz. Erstens schien die Sonne nur am Samstag. Am Sonntag war Dauerregen angesagt. Und zweitens hatten wir uns am Samstag spätnachmittags dazu aufgerafft, den alljährlich stattfindenden Moskauer City Day zu besuchen.

Am ersten Wochenende im September feiert Moskau Geburtstag. Dazu wird das ganze Stadtzentrum für den Autoverkehr gesperrt und überall in der Stadt wird auf Bühnen und in den Parks gefeiert. Es gibt die verschiedensten Konzerte. Folkloristische Tänze, russische Popmusik, Jazz. Aber auch so lustige Veranstaltungen wie das Kellnerwettrennen vor dem Hotel Metropol.

Obwohl uns eher nach Nichtstun war (wir sind noch in der Wiedereingewöhnungsphase nach den Ferien…), nötigten wir die Kinder zu einem Bummel über die Tverskaya. Wir fuhren mit der Metro zum Puschkin-Platz und wollten die ansonsten immer sehr stark befahrene Straße runterlaufen bis zum Roten Platz. Die Sonne schien, es war nicht zu warm und nicht zu kalt und eigentlich hätte es ein schöner Ausflug werden können.

Doch wir stellten schnell fest, dass wir einfach noch nicht bereit sind für den Moskauer Trubel. Obwohl es sehr angenehm war, diese schöne Prachtstraße mal ohne ohrenbetäubenden Verkehrslärm zu erleben, konnten wir uns für die russische Art, ein Stadtfest zu feiern, nicht wirklich erwärmen.

Typisch waren die Plastikgedönsverkaufsstände alle paar Meter, die selbst bei unseren Kindern keine große Begeisterung mehr hervorrufen …

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… und die grellbunte Bühnengestaltung, die einen irgendwie immer noch an sozialistische Kunstwerke denken lässt.

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Die Masse an Menschen war nicht wirklich problematisch. Auf der riesigen Straße verteilte sich das wunderbar und man hätte gemütlich schlendern können. Leider machte uns hier alle zweihundert Meter das russische Sicherheitsbedürfnis einen Strich durch die Rechnung, weil man immer wieder durch Kontrollen gehen musste. Der Durchgang war versperrt und nur durch diese Piepsröntgendinger zu passieren. Natürlich staute es sich an diesen Stellen immer gleich enorm und das war der Grund, weshalb wir uns dazu entschlossen, die nächste Metrostation für die Heimfahrt anzusteuern. Es machte einfach keinen Spaß. Vor allem den Kindern nicht.

Deshalb kann ich nicht wirklich beurteilen, ob die Veranstaltungen des City Days sehenswert waren. Und ich möchte auch nicht überheblich rumtönen, dass das Fest ein totaler Reinfall ist. Es lag eindeutig an uns, dass wir uns in diesem Treiben nicht wohl gefühlt haben. Wir sind einfach keine Menschenmassen-Menschen.

Den Rest des Wochenendes verbrachten wir in unserem gemütlichen Heim.

Dazu isses ja da.

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Ein Kommentar

  1. Anonymous

    Plastikgedoens *lach*, das bei den Kindern nichts mehr hervorruft..Ich musste sooooo lachen. Das ist bei unseren Kids auch so. Ob Massagen auf der Strasse, schneidernde Inder, Nike-, PaulFrank- oder Billabong-Fake-shops, Katoys oder wahlweise Barmaedchen im „Hooker-Kostuem“, 5 Mann gleichzeitig auf einem Motorrad oder Muttern, die haareraufend durch den Verkehr schiebt. Unsere Kids zucken nicht mal mehr mit der Augenbraue :) Alles so normaaaaaaal

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