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Was machen die Frauen der Expatriates, die in fremde Länder mitverschickt wurden? Ganz klar: sie rotten sich zusammen!

So geschehen auch in Moskau, wo es eine sehr große Expatriate-Gemeinde gibt. Zahlreiche Familien aus aller Welt wurden von Botschaften, Organisationen und Konzernen in die russische Hauptstadt entsandt. Dort versuchen sie, ihr Leben zu organisieren, sich mit Sprache, Land und Leuten anzufreunden und den meist auf 3-5 Jahre begrenzten Aufenthalt so angenehm wie möglich zu gestalten.

Doch dazu braucht es Kontakte. Und die findet Frau Expat hier in Moskau ganz schnell im International Women’s Club.

Auch ich machte mich vor einiger Zeit, nachdem der Alltag sich etwas eingependelt hatte, auf zu einem der monatlich stattfindenden Newcomers Coffees. Es war ein trüber, verschneiter Tag, doch ich schaffte es trockenen Fußes mit der Metro und mit Hilfe des Stadtplans das Café zu finden, in dem ich meine zukünftigen Freundinnen vermutete. Als mich direkt vor dem Ort des Geschehens ein rücksichtsloser Autofahrer allerdings mit einer Ladung Spritzwasser aus der Pfütze vor mir „beglückte“, war ich kurz davor wieder umzukehren. Doch todesmutig und mit Schneematsch besudelt betrat ich die Location und es begann: mein stressiges Leben als Expat-Wife.

In einer Ecke des Cafés saßen schon viele Frauen aus aller Welt beisammen und lernten sich kennen. Ich gesellte mich dazu und nach einer Vorstellungsrunde (My name is…, I have been living here for …. months and my husband works for…) hatte ich gleich mehrere Telefonnummern gespeichert und das Gefühl, dass ich hier sicher nicht vereinsamen werde.

Der IWC bietet sehr viele Aktivitäten an und ich bin seitdem oft unterwegs in dieser Stadt, für die ich das richtige Adjektiv noch nicht gefunden habe.

Ich besichtigte mit der Architecture Group das ehemalige Wohnhaus des berühmten russischen Malers Wasnezow, was mir erste Einblicke in die reiche russische Kunst und Kulturlandschaft eröffnete.

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Dann besuchte ich mit der Gruppe die Residenz der Britischen Botschaft im Kharitonenko Mansion, das gerade mit viel Mühe restauriert wird und dessen schottischer Chefrestaurator es sich nicht nehmen ließ, uns höchstpersönlich durch die Gemächer zu führen, aus denen schon Winston Churchill den herrlichen Blick auf den Kreml genoss.

Ich schloss mich einer Fotogruppe an, nehme an einem Kurs zu The Art of Interior Design teil und darf einmal im Monat die Künste des Koches der türkischen Botschaft bewundern und anschließend in illustrer Runde kosten.

Und ich treffe regelmäßig nette, tolle, interessante Menschen, die irgendwie ähnlich ticken wie wir, die wir uns auf das Abenteuer Moskau eingelassen haben.

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