Herrjeh…

Es ist also wirklich wahr! Wir ziehen um – nach Moskau.

Nee, is klar! Es hätte ja auch Barcelona oder Istanbul sein können. Aber nein, Moskau! Na gut. Kiev wäre die andere Alternative gewesen.

Moskau also. Als der holde Göttergatte vor ein paar Wochen zaghaft erwähnte, er könne sich von seiner Firma nach Moskau entsenden lassen, da reagierte ich zunächst sehr ablehnend. Er eigentlich auch. Hatten wir doch gleich die Bilder im Kopf von tristen, grauen Straßenzügen, umsäumt von heruntergekommenen Plattenbauten. Und dann sind da ja noch die Gruselgeschichten über die Horden von neureichen Russen, die die schönen Lieblingsferiengebiete der Deutschen überrennen.

Da hat man Klischees im Kopf vom immer Wodka trinkenden Russen und seinen langbeinigen immer bereiten Blondinen.

Man macht sich Sorgen wegen der nicht so lupenreinen Demokratie, um es mal zaghaft auszudrücken und natürlich sind die Berichte über den Krieg mit Georgien nicht gerade ermutigend.

Dennoch. Die Aussicht auf einen Auslandsaufenthalt, auf neue Horizonte und aufregende Abenteuer, die dem alles verschlingenden Alltagstrott Paroli bieten, ist zu verlockend.

So begab es sich, dass wir Anfang September einen Look and See – Trip in die rote Hauptstadt unternahmen …

… und uns spontan verliebten!

Die Sonne schien für uns, es waren 25 Grad und wir genossen ein paar kinderfreie Tage.

Natürlich war es auch stressig. Schließlich guckten wir uns nicht nur den berühmten Kreml an, sondern auch diverse internationale Schulen und auch Wohnungen. Mit durchwachsenem Ergebnis.

Eine Schule für die Mädels haben wir gefunden. Ab 12. Januar 2009 geht es los für die Beiden bei der British International School. Ich halte es für eine unglaublich wichtige Chance, dass die Kinder so nebenbei Russisch und Englisch lernen.

Die Wohnungssuche gestaltet sich eher schwierig. Teuer. Sauteuer sind die Wohnungen, die in ungefähr der Quadratmeterzahl entsprechen, die wir bisher bewohnen. Und dann sind die meisten Wohnungen möbliert. Das ist für uns Deutsche natürlich sehr ungewöhnlich. Geschmäcker sind so verschieden wie Einrichtungsstile und in den meisten Fällen hätte ich das Gefühl, mich bei meiner Oma eingemietet zu haben. Das ist wirklich schwierig, schließlich möchte man nicht jahrelang das Gefühl haben, nur zu Besuch zu sein. Glücklicherweise hat IKEA auch in Moskau seine Spuren hinterlassen und es gibt Hoffnung am Einrichtungshorizont. Wir suchen dennoch weiter lieber eine unmöblierte Wohnung und hoffen, ein Domizil für uns zu finden, das zu uns passt.

Kommt Zeit, kommt Wohnung.

Ab dem 1.11.2008 geht es erstmal für Talat offiziell los. Sein Vertrag beginnt dann und für uns heißt das, dass die spannende Vorumzugsendphase begonnen hat.

Heute beginne ich, diesen Blog zu schreiben und ich versuche alle, die es interessiert und die mit uns mitaufgeregt sind, auf dem Laufenden zu halten. Kommentieren ausdrücklich erlaubt! :)

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2 Kommentare

  1. Anonymous

    Glückwunsch zum Blog und natürlich zum Vertrag und dem neuen Abenteuer.Hab Dich verlinkt von meinem Blog aus.

  2. Anonymous

    oooohhhh :-)“Kommt Zeit, kommt Wohnung“(Talula)“Kommt Zeit, kommt Bad“(Taluna)Bin gespannt auf deinen Blog!liebe(s)grüße nach MoskauTaluna

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